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Kassel-Wilhelmshöhe - Walburg - Eschwege |
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Eine interessante Geschichte kann die
Lossetalbahn von Kassel-Wilhelmshöhe über Kassel-Bettenhausen, Helsa,
Hessisch-Lichtenau, Walburg und Waldkappel nach Eschwege führende
vorweisen. Der Personenverkehr wurde von der DB am 31. Mai 1985
eingestellt, damit verlor zugleich das Mittelstück Walburg - Waldkappel
seinen Gesamtverkehr. Der spärliche Güterverkehr von Eschwege nach
Waldkappel wurde ebenfalls eingestellt, während zwischen
Kaufungen-Papierfabrik und Hessisch-Lichtenau nach Jahren der Ruhe ein
Ausbau zur Regio-Stadtbahn mit gemeinsamer Nutzung von Stadtbahn und
Güterzügen erfolgte. Ironie des Schicksals: Nach Fertigstellung der
Arbeiten wurde der Güterverkehr eingestellt!
Bedient wurde zuletzt nur noch die Braunkohlenzeche Hirschberg an der in
Walburg abzweigenden Strecke nach Großalmerode West. In
Hessisch-Lichtenau fand gelegentlich noch Holzverladung statt. Ende der
1980er Jahre war entlang der Strecke nur wenig mehr los: Bedient wurden
noch ein Anschlussgleis für die Bundeswehr in Hessisch-Lichtenau und für
die Tankfahrzeugfabrik Esterer in Helsa. Das Frachtvolumen kam von der
Zweigstrecke nach Großalmerode West: Schrott und Dämmstoffe aus
Hirschhagen, Tonwaren und Schamotte aus Rommerode und Großalmerode.
Zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Bettenhausen ist das Frachtaufkommen
auch heute noch beachtlich und die Strecke sogar elektrifiziert. Heizöl,
Holz, Braunkohle, Container und Schrott bestimmen den Güterverkehr.
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| Die folgenden
Aufnahmen zeigen die Fotomotive geografisch geordnet von
Kassel-Wilhelmshöhe nach
Eschwege.
Fast alle Aufnahmen wurden mit analogen Kameras aufgenommen. |
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Zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Bettenhausen ist die Strecke seit 1973
elektrifiziert. Das kommt vor allem den Kesselwagen-Ganzzügen zugute,
die das Tanklager in Bettenhausen versorgen. Hier verlässt ES 64 U2-050
den Bahnhof Kassel-Niederzwehren in Richtung Wilhelmshöhe. |
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Verwirrspiel: Diese V100 ist in den Farben der Almetalbahn lackiert,
gehört aber Bombardier Transportation und ist zum Aufnahmezeitpunkt an
die Gleisbaufirma Martin Rose in Kassel vermietet. Sie passiert gerade
den Bahnhof Niederzwehren. |
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Keine Übergabe, aber planmäßig: 1987 verkehrte nachmittags noch ein
Personalpendelzug vom Ausbesserungswerk Kassel nach Wilhelmshöhe. Wegen
des Baus den Neubaustrecke konnte die Lok dort aber nicht umsetzen und
musste mit ihrem Zug bis Niederzwehren weiter fahren. Am 08.09.1987 war
es die Kölner Citybahn Lok 218 144, die im Anschlussgleis zum Kraftwerk
Kassel in Niederzwehren umsetzt. |
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Nur während der Bauarbeiten zur Verbreiterung der A7 konnte man von der
Autobahnbrücke aus die Strecke in Höhe der Kasseler Stadtgrenze
betrachten. Am 23.09.1994 bringt eine 290 als Sperrfahrt Flachwagen mit
Stahl zum Anschluss der Firma Hackländer am Bahnhof
Kaufungen-Papierfabrik. |
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290 062 hat mit ihrer Rückleistung von Walburg Niederkaufungen bereits
passiert und ist jetzt auf dem Weg nach Kassel-Bettenhausen. Neben einem
Hochbordwagen mit Schrott werden am 15.10.1986 bemerkenswert viele
gedeckte Wagen mitgeführt. |
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Zum Aufnahmezeitpunkt im November 1988 wurde der hübsche Bahnhof
Oberkaufungen von der DB nicht mehr genutzt. Gepäckkarren, Leiter und
keinerlei Vandalismusschäden zeugen schon von einer längst vergangenen
Epoche. |
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Durch das herbstliche Lossetal ist 290 053 auf der Fahrt nach
Kassel-Bettenhausen am 22.10.1990 unterwegs. Die selbe Stelle würde
heute einen modern gesicherten Bahnübergang und halbstündliche
Stadtbahnen der Kasseler Verkehrsgesellschaft zeigen, die bis
Hessisch-Lichtenau fahren. |
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Zwischenstopp in Helsa: 290 061 hat die lange Übergabe 68546 am Haken,
als sie am 03.10.1989 in den weitgehend ungenutzten Bahnhof
einfährt. Trotzdem wurden die Formsignale hier sowie in
Hessisch-Lichtenau und Walburg noch bedient: Der Fahrdienstleiter fuhr
im Pkw von Station zu Station und konnte nur hoffen, auf der stark
befahrenen Bundesstraße parallel zur Bahnstecke nicht in einen Stau zu
geraten! |
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Altrot in seinen letzten Zügen: Als 290 219 am 06.10.1993 mit ihrem
Kohlenzug von Epterode kommend in Hessisch-Lichtenau einfährt, ist diese
Farbgebung schon selten. Rechts das moderne Empfangsgebäude mit dem
Vorbau des Fahrdienstleiter-Stellwerks. |
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Nochmals der Kohlenzug in HeLi, wie vor allem die Dörfler der Umgebung
zu Hessisch-Lichtenau sagen. Am 10. Februar 1997 ist der orientrote
Anstrich von 294 144 schon sehr ausgewaschen. Die Signale sind immer
noch in Betrieb, wenn Zugverkehr stattfindet! |
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Der Rückbau beginnt! 290 219 passiert im größten Bahnhof der Strecke,
Walburg, einen Gleisbautrupp, der mit schwerem Gerät alle nicht mehr
benötigten Weichen entfernt. Auch das kurze Bahnsteiggleis, auf dem
früher die Akkutriebwagen nach Großalmerode West starteten, ist am
06.10.1993 schon weg. |
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Schwer beschäftigt sind der Takraf-Gleisbaukran und der Rottenwagen beim
Abbau der Weichen, Signale und Leuchten am 06.10.1993. Was an Weichen
noch benötigt wird, muss künftig vom Zugpersonal von Hand umgestellt
werden. |
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Demontage in Walburg. Das diagonal im Bild sichtbare Gleis führt nach
Eschwege und bleibt vorläufig erhalten. Die Anbindung von Gleis 1 im
Vordergrund ist aber schon demontiert und die Verbindung zum Gleis nach
Epterode, auf dem der Flachwagen links steht, wird am 06.10.1993
ebenfalls abgebaut. |
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Am östlichen Ende der Strecke liegt der große Bahnhof der Kreisstadt
Eschwege, der am 21.03.1992 noch Heimat für 333 072 war. Während das
Empfangsgebäude wenig später an die Stadt verkauft wurde, verfiel das
restliche Areal nach Einstellung des Güterverkehrs völlig. Ab Dezember
2009 sollen aber wieder Reisezüge den Bahnhof anfahren: Elektrische
Triebwagen von Göttingen nach Bebra biegen dann von der Nord-Süd-Strecke
ab und machen hier Kopf! |
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| letzte Änderung: 16.05.2009
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