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Die 3. Generation: Mit vier Achsen der Konkurrenz hinterher (1957 - 1963) |
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Gegen die Konkurrenz von MaK aus Kiel konnte sich Henschel bei den
vierachsigen Stangenloks nicht durchsetzen. Mit nur 23 gebauten Loks in
sechs Leistungsklassen als DH 360 D, DH 675 D, DH 700 D, DH 850 D, DH 1100
D und DH 1200 D blieben die Maschinen seltene
Anblicke auf deutschen Gleisen, obwohl alle auch in Deutschland verkauft
wurden.
| Typ |
Achsfolge |
Leistung |
Anzahl |
Bauzeit |
Lieferung |
| DH 360 D |
D |
360 PS |
3 |
1963, 1966 |
alle in Deutschland
verkuft |
| DH 675 D |
D |
675 PS |
1 |
1957 |
in Deutschland verkauft |
| DH 700 D |
D |
700 PS |
4 |
1957 bis 1960 |
alle in Deutschland verkauft |
| DH 850 D |
D |
850 PS |
13 |
1957 bis 1963 |
alle in Deutschland verkauft |
| DH 1100 D |
D |
1100 PS |
1 |
1962 |
in Deutschland verkauft |
| DH 1200 D |
D |
1200 PS |
1 |
1962 |
in Deutschland verkauft |
Gleich mehrere Loks wurden "rund um den Kirchturm" des Kasseler Werks
verkauft: Zwei an die Kleinbahn Kassel-Naumburg, zwei weitere an die
Söhrebahn Kassel - Wellerode, ebenfalls zwei an die Kreisbahn
Hersfeld-Heimboldshausen, eine an die Butzbach-Licher Eisenbahn und eine
als Werklok an die Wintershall in Heringen. Fast alle anderen Loks
gingen an Stahlwerke und Kohlebergwerke im Ruhrgebiet und im Saarland.
Eine Besonderheit bilden die drei Exemplare vom Typ DH 360 D.
Sie wurden an die Emder Hafenumschlagsgesellschaft geliefert und dort
eingesetzt, um schwerste Züge mit Eisenerz in langsamster
Geschwindigkeit unter den Beladeanlagen zu bewegen. Hierfür reichte eine
geringe Leistung und eine sehr geringe Höchstgeschwindigkeit, aber es
waren hohe Anfahrzugkräfte und ein großes Gewicht erorderlich. Warum
1957 mit der DH 675 D eine Lok
gebaut wurde, deren Leistung 25 PS unter der der parallel angebotenen DH
700 D lag, ist nicht bekannt.
Eine ganze Reihe nicht mehr benötigter Loks fand später in Italien eine
neue Heimat, nur zwei Loks verblieben schließlich in Deutschland: Eine
Lok ist bei der Saarrail auch 2026 noch aktiv, eine weitere (die
ehemalige Wintershall-Maschine) war zumindest 2016 noch abgestellt in
Privatbseitz vorhanden, wobei neuere Sichtungen fehlen.
Fotos und Lebensläufe ausgewählter Lokomotiven finden sie außerdem unter diesen
Links:
Henschel Industrieloks Teil 1
Henschel Industrieloks Teil 2
Hinweis: Die hier genannten Standorte geben wieder, wo die Lok zum
Aufnahmezeitpunkt gewesen ist. Der jeweils letzte bekannte Standort bzw.
Eigentümer ist im Text genannt. |
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| Fabrik-Nr. |
29209 / 1957 |
| Typ |
DH 700 D |
| Bauart |
D-dh |
| Standort |
06308
Benndorf |
| Eigner |
Privat oder Dampflokfreunde Salzwedel e.V. |
| Status |
abgestellt |
|
Am 17.08.1957 erhielt die
Wintershall AG diese Lok für das Kalibergwerk
Heringen, wo sie die Nummer "2" erhielt. Am 01.07.1970 wurden
das Werk und die Lok von der K + S - Kali und Salz GmbH
übernommen. Im Laufe der Jahre erlebte die Lok mehrere
Umfirmierungen des Unternehmens mit, ehe sie am 09.12.2008 von
der K+S - Kali GmbH, Werksverbund Werra, Werk
Heringen, entweder an Privat oder an die Dampflokfreunde Salzwedel e.V.
(DLFS) verkauft und nach Benndorf zum Gelände der Malowa
überführt wurde. Letzte Sichtungen der Lok stammen von 2016.
Am 26.03.2015 stand sie unverändert in Benndorf. |
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| Fabrik-Nr. |
30332 / 1962 |
| Typ |
DH 1200 D |
| Bauart |
D-dh |
| Standort |
35510 Butzbach |
| Eigner |
Butzbach-Licher Eisenbahn AG |
| Status |
verschrottet 1995 |
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Am 21.05.1962 erhielt die
Kleinbahn Kassel-Naumburg AG diese mit 1200 PS
stärkste Stangenlok aus dem Henschel-Programm. Wegen des
Heizkessels zum Einsatz vor Personenzügen konnte der kurze
Vorbau nicht abgeschrägt werden. Die Lok erhielt die
Betriebsnummer "V 126". Am 01.10.1978 wurde sie an die
Butzbach-Licher Eisenbahn AG in Butzbach verkauft, wo
sie die Betriebsnummer behielt. Am 14.09.1993 wurde die Maschine
mit einem technischen Defekt abgestellt und im August 1995 in
Butzbach verschrottet.
Das Foto zeigt sie im Juni 1993 noch im Einsatz in Butzbach Ost. |

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| Fabrik-Nr. |
30341 / 1962 |
| Typ |
DH 850 D |
| Bauart |
D-dh |
| Standort |
66330 Völklingen |
| Eigner |
Saarrail GmbH |
| Status |
in Betrieb |
|
| Die Lok wurde am 12.10.1962
an die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Burbach für
das Werk Völklingen ausgeliefert. Sie erhielt die Betriebsnummer
"71", die sie auch beim mehrmaligen Wechsel des Eigentümers
behielt: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni
1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen
GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. Deren
Bahnbetrieb agiert mittlerweile unter Saarrail GmbH, und mit dieser
Beschriftung wurde Lok 71 am 27.12.2014 (links) sowie am
30.08.2015 (Mitte und rechts) in Völklingen auch
aufgenommen. |


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| Fabrik-Nr. |
31005 / 1966 |
| Typ |
DH 360 D |
| Bauart |
D-dh |
| Standort |
66330 Völklingen |
| Eigner |
Saarrail GmbH |
| Status |
verschrottet 2008 |
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| Vier Achsen, aber nur 360
PS: Für den langsamen Verschub schwerer Erzzüge erhielt die
Emder Hafenumschlagsgesellschaft (EHUG)
insgesamt drei Loks der Bauart DH 360 D, darunter am 07.02.1966 diese Lok,
die die Bezeichnung "H" und den Namen "Hummel" erhielt. 1997 wurde
die Maschine nicht mehr benötigt und an den Händler Mainische
Feldbahnen in Schwerte verkauft. Beachtliche elf Jahre blieb die
Lok dort abgestellt, eher sie im September 2008 verschrottet
wurde. Das Foto entstand am 11.04.2000. |
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| Technische Daten der
DH 700 D |
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| Bauart |
D-dh |
| Leistung |
700 PS |
| Motortyp |
Mercedes-Benz MB 820
Bb, 12 Zylinder |
| Getriebe |
Voith L 217 U |
| Höchstgeschwindigkeit |
50 km/h |
| Raddurchmesser |
1.250 mm |
| Gesamtachsstand |
6.000 mm |
| Länge über Puffer |
11.050 mm |
| Dienstgewicht |
60 t |
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02.08.2026 |
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